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Gliederung:
1. Wechselkurse und Kreuzwechselkurse
2. Die Paritäten
2.1. Die gedeckte Zinsparitäten Theorie
2.2. Kaufkraftparitäts Theorien
2.3. Der Fisher Effekt
2.4. Int. Fisher-Effekt
2.5. Das Siegel-Paradoxon
2.6. Zusammenfassung der Parit�ten
3. Numeraire Problem
4. Devisenforwards und PC-Parität
5. Devisenoptionen
6. Hedging
6.1. Crosshedging + Selektives Hedging
6.2. 2-stufiges Hedging
6.3. Koeffizienten bei Regression
7. NPV der Auslandsinvestition
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Einfacher Fisher Effekt

Hier wird angenommen, dass auf Devisenmärkten, die sich im Gleichgewicht befinden, die realen Zinssätze z gleich sein müssen

 

 

Der einjährige Nominalzins r setzt sich nämlich aus dem Realzins z und der Inflationsrate Pi in der folgenden Art und Weise zusammen:

 

 

Umstellen nach z liefert:

 

 

Wenn wir nun unserer Annahme folgen, dass die internationalen Realzinssätze identisch sein sollen, dann muss gelten:

 

 

Da wir ex-ante die Inflationsraten noch nicht kennen, müssen wir uns mit den erwarteten Inflationsraten begnügen:

 

 

Wir stellen jetzt so um, dass links wieder das Verhältnis der Bruttozinssätze steht:

 

Um den einfachen Fisher-Effekt zu erhalten, formen wir mit unserem altbewährten Trick um und subtrahieren auf beiden Seiten 1:

 

 

Et voilà! Die Gleichung für den EINFACHEN FISHER-EFFEKT lautet:

 

 

Der relative Unterschied bezüglich der erwarteten Bruttoinflationsraten entspricht dem der Nominalzinssätze!

Internationaler Fisher-Effekt (ungedeckte Zinsparität)

Wenn wir den einfachen Fisher-Effekt mit der relativen Kaufkraftparitäten Theorie kombinieren, kommen wir zum internationalen Fisher-Effekt. Der einfache Fisher-Effekt macht eine Aussage zum relativen Unterschied der erwarteten Bruttoinflationsraten. Er soll nämlich dem relativen Unterschied der Nominalzinssätze entsprechen:

 

 

Die Formel für die relative Kaufkraftparitäten Theorie ist:

 

 

Der internationale Fisher-Effekt wurde von dem gleichen Herren Fisher „entdeckt", der auch den einfachen Fisher Effekt als erster beschrieb. Der internationale Fisher-Effekt wird auch „ungedeckte Zinsparität" genannt, da der heute bereits sichere Terminszins t im Devisen-Swap-Satz durch den erwarteten zukünftigen Wechselkurs ersetzt wird. Die ungedeckte Zinsparität ergibt sich zu:

 

Wenn wir nun einen Blick auf die sichere bzw. gedeckte Zinsparitäten Theorie werfen:

 

Erkennen wir, dass der Terminkurs dem erwarteten Wechselkurs entspricht. Das ist die so genannte Terminkurstheorie der Wechselkurserwartungen:

 

 

Hier ist Vorsicht angebracht. Schließlich besagt das Siegel Paradoxon, dass die Terminkurstheorie der Wechselkurserwartungen nicht gleichzeitig in beide Richtungen gelten kann. Allerdings gibt es nur EINEN Terminkurs. Aber dazu später mehr.

Kaufkraftparitäts Theorien | Int. Fisher-Effekt